Was kostet ein Elektriker? Die kurze Antwort für 2026: Für die Facharbeitsstunde zahlst du je nach Region und Qualifikation meist 55 bis 95 Euro inklusive Mehrwertsteuer – in Großstädten wie München oder Hamburg auch darüber, im Osten im Schnitt rund 15 Prozent weniger. Dazu kommen Anfahrt (pauschal etwa 20 bis 50 Euro oder ein Kilometersatz) und Material. Beim Notdienst sind Zuschläge von 50 bis 100 Prozent üblich. Dieser Ratgeber schlüsselt die Elektriker-Kosten im Detail auf, zeigt, welche Arbeiten ohnehin nur der Fachbetrieb ausführen darf – und woran du ein faires Angebot erkennst.
Elektriker-Kosten 2026: Stundensatz, Anfahrt und Notdienst im Überblick

Die Spannen aus aktuellen Branchenübersichten (Stand: 2026) als Orientierung – regionale Abweichungen inklusive:
| Leistung | Üblicher Rahmen (inkl. MwSt.) |
|---|---|
| Facharbeitsstunde (Geselle) | 55–85 € |
| Meisterstunde | 75–95 € |
| Großstadt-Zuschlag (München, Hamburg, Frankfurt) | bis ca. 110 €/Std. |
| Anfahrt | pauschal 20–50 € oder km-Satz |
| Notdienst (Nacht/Wochenende) | +50–100 % auf den Stundensatz |
Wichtig beim Vergleichen: Abgerechnet wird oft im Viertelstunden-Takt, und bei klar abgrenzbaren Arbeiten – etwa Steckdosen setzen oder einen Zählerschrank tauschen – fährst du mit einem Festpreis meist besser als mit offener Stundenabrechnung.
Warum sind die Elektriker-Kosten so hoch?
Vom Stundensatz landet nur ein Bruchteil beim Monteur: Rund 30 bis 50 Prozent sind Lohn und Lohnnebenkosten, der Rest verteilt sich auf das voll ausgestattete Servicefahrzeug, Mess- und Prüftechnik, Versicherungen, Schulungen und Verwaltung – am Ende bleiben Betrieben oft nur wenige Prozent Gewinn. Diese Kalkulation zu kennen hilft beim Einordnen: Ein Angebot deutlich unter den üblichen Spannen ist kein Schnäppchen, sondern ein Grund zur Nachfrage – arbeitet der Betrieb ordnungsgemäß angemeldet, versichert und mit Gewährleistung?
Welche Arbeiten dürfen nur Fachbetriebe ausführen?
Bei Elektroarbeiten setzt der Gesetzgeber enge Grenzen – aus gutem Grund, denn Fehler kosten im Ernstfall Leben oder den Versicherungsschutz. Arbeiten an der festen Elektroinstallation hinter dem Hausanschluss dürfen laut § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) nur von Unternehmen ausgeführt werden, die in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen sind; zudem ist das Elektrotechniker-Handwerk zulassungspflichtig (Meisterpflicht). Für dich heißt das zweierlei: Lampen anschließen und Geräte tauschen kannst du selbst – neue Leitungen, Sicherungskasten, Wallbox oder Photovoltaik-Anschluss gehören in Profihände. Und: Die Eintragung ins Installateurverzeichnis ist ein hartes Seriositätskriterium, nach dem du im Zweifel einfach fragst.
Woran erkennst du ein faires Angebot?
Hol bei planbaren Projekten zwei bis drei Vergleichsangebote ein und beschreibe das Vorhaben so präzise wie möglich – nur dann sind die Angebote vergleichbar. Ein seriöses Angebot schlüsselt Arbeitszeit, Anfahrt und Material getrennt auf und nennt bei abgrenzbaren Arbeiten einen Festpreis. Prüfenswert sind außerdem Meisterbrief bzw. Handwerksrolle, die erwähnte Netzbetreiber-Eintragung und die Frage, wer die Arbeiten tatsächlich ausführt. Vorsicht bei Angeboten weit unter Marktniveau und bei Betrieben, die ohne Besichtigung komplexe Projekte pauschal zusagen.
Elektro-Notdienst ohne böse Überraschung
Stromausfall am Sonntagabend? Zuschläge von 50 bis 100 Prozent auf den Stundensatz sind beim Notdienst legitim – Wucher ist es nicht. Die Verbraucherzentralen empfehlen, grundsätzlich einen lokalen Betrieb zu beauftragen statt einer anonymen Notdienst-Hotline, und vorab einen Festpreis inklusive Anfahrt und Zuschlägen zu erfragen. Die Maschen unseriöser Notdienst-Vermittlungen funktionieren übrigens branchenübergreifend gleich – wie du sie erkennst und dich wehrst, liest du am Beispiel der Türöffnung im Ratgeber Schlüsseldienst-Abzocke: faire Preise erkennen; die Regeln gelten beim Elektro-Notdienst genauso.
Elektriker-Kosten von der Steuer absetzen
Elektroarbeiten in deinem Haushalt sind Handwerkerleistungen im Sinne von § 35a EStG: 20 Prozent der Arbeits- und Fahrtkosten (nicht des Materials) kannst du direkt von der Steuer abziehen, bis zu 1.200 Euro pro Jahr. Voraussetzung: Rechnung aufheben und unbar bezahlen – Barzahlung killt den Steuerbonus.
Elektriker in deiner Nähe finden
Im Verzeichnis findest du Elektriker nach Stadt gefiltert – vom Installations-Allrounder bis zum Spezialisten für Photovoltaik, Wallboxen oder Smart Home, jeweils mit Kontaktdaten, Anfrage-Funktion und, wo hinterlegt, den Erreichbarkeitszeiten. Für Vergleichsangebote zeigt dir jeder Eintrag die weiteren Fachbetriebe der Stadt gleich mit – so hast du die Elektriker-Kosten mehrerer Anbieter schnell auf dem Tisch.
Häufige Fragen
Was kostet ein Elektriker pro Stunde?
2026 meist 55 bis 95 Euro inklusive Mehrwertsteuer, je nach Region und Qualifikation – in Großstädten auch bis etwa 110 Euro. Anfahrt und Material kommen hinzu, deshalb immer den Gesamtpreis vergleichen.
Darf ich Elektroarbeiten selbst machen?
Nur außerhalb der festen Installation: Lampen und Geräte anschließen ist erlaubt. Arbeiten an Leitungen, Verteilern oder dem Sicherungskasten sind nach § 13 NAV eingetragenen Fachbetrieben vorbehalten – auch wegen Haftung und Versicherungsschutz.
Was kostet der Elektriker-Notdienst?
Üblich sind Zuschläge von 50 bis 100 Prozent auf den regulären Stundensatz plus Anfahrt. Erfrag vorab einen Festpreis und beauftrage einen lokalen Betrieb statt einer anonymen Hotline – das raten auch die Verbraucherzentralen.
Kann ich Elektriker-Kosten von der Steuer absetzen?
Ja: 20 Prozent der Arbeits- und Fahrtkosten als Handwerkerleistung nach § 35a EStG, bis 1.200 Euro pro Jahr. Wichtig sind eine Rechnung und unbare Zahlung.
Woran erkenne ich einen seriösen Elektro-Fachbetrieb?
Eintragung im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers, Meisterbetrieb, transparentes Angebot mit getrennt ausgewiesener Arbeitszeit, Anfahrt und Material – und realistische Preise: Deutlich unter Marktniveau ist ein Warnsignal, kein Schnäppchen.