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Winterreifen Fehler: Häufige Fehler vermeiden für Sicherheit

Winterreifen Fehler bei der Montage und Lagerung vermeiden für maximale Sicherheit im Straßenverkehr

Die Vermeidung von Winterreifen Fehlern ist entscheidend für die Fahrsicherheit und kann erhebliche Kosten sparen. Viele Autofahrer unterschätzen die Bedeutung der richtigen Reifenwahl, des korrekten Reifendrucks oder der fachgerechten Lagerung. Ein unsachgemäßer Umgang mit Winterreifen kann nicht nur zu Bußgeldern führen, sondern auch die Lebensdauer der Reifen verkürzen und im schlimmsten Fall Unfälle verursachen. Dieser Ratgeber beleuchtet die häufigsten Fehler und zeigt auf, wie Sie diese effektiv umgehen, Stand 20. Juli 2026.

Kurz zusammengefasst
Häufige Winterreifen Fehler umfassen falschen Reifendruck, unzureichende Profiltiefe, überalterte Reifen und unsachgemäße Lagerung. Eine regelmäßige Kontrolle der Reifen, die Einhaltung der «O-bis-O»-Regel und die Beachtung der DOT-Nummer tragen maßgeblich zur Sicherheit und Wirtschaftlichkeit bei.

Das Wichtigste im Überblick

  • Profiltiefe prüfen: Mindestens 4 Millimeter sind für Winterreifen empfohlen, gesetzlich sind 1,6 Millimeter vorgeschrieben.
  • Alter der Reifen beachten: Winterreifen sollten nach spätestens sechs Jahren ersetzt werden, unabhängig von der Profiltiefe.
  • Reifendruck regelmäßig kontrollieren: Der korrekte Druck ist entscheidend für Sicherheit, Verschleiß und Kraftstoffverbrauch.
  • Richtige Lagerung: Kompletträder liegend oder an der Wand hängend, Reifen ohne Felgen stehend lagern.
  • «O-bis-O»-Regel: Von Oktober bis Ostern sind Winterreifen Pflicht, wenn winterliche Straßenverhältnisse herrschen.

Welche Winterreifen Fehler sind am häufigsten?

Einer der gravierendsten Winterreifen Fehler ist die Vernachlässigung der Profiltiefe. Während der Gesetzgeber eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vorschreibt, empfehlen Experten für Winterreifen mindestens 4 Millimeter, um bei Schnee und Eis noch ausreichend Grip zu gewährleisten. Eine Unterschreitung dieses Wertes erhöht das Unfallrisiko erheblich und kann bei Kontrollen zu Bußgeldern führen. Ein weiterer häufiger Fehler ist das Ignorieren des Reifenalters. Gummi altert und verliert mit der Zeit an Elastizität und Haftfähigkeit, selbst wenn die Profiltiefe noch ausreichend erscheint. Reifen, die älter als sechs Jahre sind, sollten daher ausgetauscht werden. Dies erkennen Sie an der DOT-Nummer auf der Reifenflanke, die Produktionswoche und -jahr angibt.

Warum ist der richtige Reifendruck so wichtig?

Der korrekte Reifendruck ist ein Schlüsselfaktor für die Sicherheit, den Fahrkomfort und die Wirtschaftlichkeit Ihrer Winterreifen. Ein falscher Druck, sei er zu hoch oder zu niedrig, kann schwerwiegende Folgen haben. Ist der Reifendruck zu niedrig, erhöht sich der Rollwiderstand, was zu einem höheren Kraftstoffverbrauch und einem schnelleren, ungleichmäßigen Verschleiß der Reifen führt. Zudem verschlechtert sich das Fahrverhalten, insbesondere in Kurven und bei Nässe. Ein zu hoher Reifendruck verringert die Kontaktfläche zur Fahrbahn, was den Grip reduziert und den Bremsweg verlängert. Moderne Fahrzeuge sind oft mit einem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) ausgestattet, das vor Abweichungen warnt. Trotz dieser Technik ist eine manuelle Kontrolle alle zwei bis vier Wochen unerlässlich, da die Sensoren erst bei größeren Druckverlusten reagieren. Die empfohlenen Werte finden Sie in der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs oder auf einem Aufkleber im Türrahmen oder Tankdeckel.

Wie lagern Sie Winterreifen richtig, um Fehler zu vermeiden?

Die sachgemäße Aufbewahrung von Winterreifen während der Sommermonate ist entscheidend für deren Langlebigkeit und Sicherheit. Viele Winterreifen Fehler entstehen bereits bei der Lagerung. Zunächst sollten die Reifen vor dem Einlagern gründlich gereinigt und von Steinen oder anderen Fremdkörpern befreit werden. Markieren Sie die Reifenposition (z. B. VL für vorne links), um beim nächsten Wechsel eine optimale Rotation zu ermöglichen.

(Lesen Sie auch: Reifenwechsel Checkliste: Tipps, Kosten und worauf Sie achten sollten)

Beachten Sie für die Lagerung folgende Punkte:

  • Kompletträder (mit Felgen): Lagern Sie diese idealerweise liegend übereinander auf einem Reifenbaum oder hängend an der Wand auf speziellen Felgenhaltern. Dies verhindert Verformungen der Reifenflanken. Bis zu vier Reifen können auch aufeinander gelagert werden, wenn der Druck leicht erhöht wird.
  • Reifen ohne Felgen: Diese sollten stehend gelagert und alle paar Wochen leicht gedreht werden, um Druckstellen zu vermeiden. Das Aufhängen oder Liegenlassen ohne Felgen kann zu dauerhaften Verformungen führen.
  • Lagerort: Wählen Sie einen kühlen, trockenen, dunklen und gut belüfteten Raum. Direkte Sonneneinstrahlung, hohe Luftfeuchtigkeit und extreme Temperaturen schädigen das Gummimaterial. Ein Keller kann geeignet sein, sofern er trocken ist und keine Feuchtigkeit die Reifen angreift. Viele Garagen oder professionelle Reifendienste bieten auch eine Einlagerung an.
  • Schutz: Reifen in speziellen Reifentüten oder -hüllen schützen vor Staub, Schmutz und UV-Strahlung, was die Lebensdauer verlängert.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) weist auf die Bedeutung der regelmäßigen Fahrzeugwartung hin, zu der auch die korrekte Reifenpflege gehört.

Häufig gestellte Fragen

Was passiert, wenn man nicht mit Winterreifen fährt?

Das Fahren ohne Winterreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen, wie Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte, ist in Deutschland gemäß § 2 Absatz 3a der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) verboten. Ein Verstoß wird mit einem Bußgeld von 60 Euro geahndet und einem Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg. Werden andere Verkehrsteilnehmer dadurch behindert oder gefährdet, steigt das Bußgeld auf 80 Euro beziehungsweise 100 Euro. Bei einem Unfall ohne passende Bereifung kann zudem die Kaskoversicherung die Leistung kürzen oder sogar ganz verweigern, da grobe Fahrlässigkeit unterstellt werden könnte. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ist das primäre Ziel dieser Vorschrift. Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums der Justiz.

Was bedeutet die Warnung vor Winterreifen?

Eine Warnung, die sich spezifisch auf Winterreifen bezieht, kann verschiedene Ursachen haben, oft im Zusammenhang mit dem Reifendruckkontrollsystem (RDKS). Wenn Ihr Fahrzeug eine Warnung bezüglich der Geschwindigkeit und Winterreifen anzeigt, deutet dies meist auf einen signifikanten Druckverlust in einem oder mehreren Reifen hin. Das System fordert Sie auf, die Geschwindigkeit zu reduzieren, da der Reifen bei niedrigem Druck nicht seine volle Leistungsfähigkeit und Sicherheit gewährleisten kann. Ein Druckverlust von mehr als 4 PSI (Pound-force per square inch) ist dabei ein häufiger Auslöser. Es ist wichtig, diese Warnung ernst zu nehmen und den Reifendruck umgehend zu prüfen und anzupassen, um Folgeschäden am Reifen und ein erhöhtes Unfallrisiko zu vermeiden.

Was bedeutet Fehler Reifenkontrollanzeige?

Leuchtet die Reifenkontrollanzeige (RDKS-Leuchte) im Armaturenbrett auf, signalisiert dies in der Regel einen Fehler im Reifendruckkontrollsystem. Dies kann auf einen Druckverlust in einem Reifen hindeuten, der sofort überprüft werden sollte. Es ist aber auch möglich, dass der Fehler im System selbst liegt, beispielsweise durch einen defekten Sensor, eine leere Sensorbatterie oder eine Störung im ABS (Antiblockiersystem), da einige RDKS-Systeme über die ABS-Sensoren den Reifendruck indirekt messen. Bei einem direkten RDKS-System, das Sensoren in jedem Rad hat, könnte ein Sensor einfach nicht erkannt werden. In jedem Fall ist eine Überprüfung in einer Fachwerkstatt ratsam, um die genaue Ursache zu ermitteln und die Funktionsfähigkeit des Sicherheitssystems wiederherzustellen.

Wann sind Winterreifen nicht mehr gut?

Winterreifen sind nicht mehr gut, wenn sie eine unzureichende Profiltiefe aufweisen, zu alt sind oder sichtbare Beschädigungen zeigen. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern, doch für Winterreifen wird dringend eine Profiltiefe von mindestens 4 Millimetern empfohlen, um die volle Leistungsfähigkeit bei winterlichen Bedingungen zu gewährleisten. Hinsichtlich des Alters gilt die Faustregel, dass Winterreifen spätestens nach sechs Jahren erneuert werden sollten, da das Gummimaterial mit der Zeit aushärtet und seine Haftungseigenschaften verliert. Das Produktionsdatum ist als DOT-Nummer auf der Reifenflanke ablesbar (z. B. «2024» für die 20. Kalenderwoche des Jahres 2024). Auch Risse, Beulen oder ungleichmäßiger Abrieb sind klare Indikatoren dafür, dass ein Reifen ersetzt werden muss, da er ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt.

Gibt es spezielle Risiken bei der Lagerung von Reifen im Keller?

Ja, die Lagerung von Reifen im Keller birgt einige spezielle Risiken, die Sie beachten sollten. Keller sind oft feucht, dunkel und können Temperaturschwankungen unterliegen. Hohe Luftfeuchtigkeit kann das Gummimaterial angreifen und zur vorzeitigen Alterung führen. Auch die Nähe zu Chemikalien wie Ölen, Lösungsmitteln oder Kraftstoffen ist problematisch, da diese das Gummi zersetzen können. Ein schlecht belüfteter Keller kann zudem zur Bildung von Ozon führen, das ebenfalls schädlich für Reifen ist. Es ist wichtig, dass der Keller trocken, kühl und gut belüftet ist. Die Reifen sollten erhöht gelagert werden, um direkten Kontakt mit dem Boden und potenzieller Feuchtigkeit zu vermeiden. Eine saubere, trockene Umgebung ist entscheidend, um die Qualität der Reifen über die Lagerdauer zu erhalten.

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Fazit

Die Vermeidung von Winterreifen Fehlern ist ein wesentlicher Bestandteil verantwortungsvoller Fahrzeugführung. Von der korrekten Profiltiefe über das Reifenalter bis hin zum optimalen Reifendruck und der sachgerechten Lagerung – jeder dieser Aspekte trägt maßgeblich zur Sicherheit bei winterlichen Straßenverhältnissen bei. Eine regelmäßige Kontrolle und die Einhaltung der empfohlenen Richtlinien schützen nicht nur vor unnötigen Kosten durch Bußgelder oder vorzeitigem Reifenverschleiß, sondern gewährleisten vor allem Ihre eigene Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmer. Investieren Sie die Zeit in die richtige Pflege Ihrer Winterreifen; es lohnt sich.

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