Eine Auslandsüberweisung Anleitung ist für viele Menschen unerlässlich, die Geld über Ländergrenzen hinweg versenden möchten. Ob für Familie, geschäftliche Transaktionen oder den Kauf im Ausland – das Wissen um den korrekten Ablauf, die anfallenden Kosten und die benötigten Informationen ist entscheidend für einen reibungslosen Geldtransfer. Im Juli 2026 sind die Regelungen für internationale Zahlungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) dank SEPA weitgehend standardisiert, doch bei Überweisungen in Drittländer gibt es weiterhin Besonderheiten zu beachten. Eine sorgfältige Planung und die Auswahl des richtigen Anbieters können dabei helfen, Zeit und Geld zu sparen.
Auslandsüberweisung Anleitung: Schritt für Schritt erklärt

- SEPA-Raum: Überweisungen innerhalb des EWR sind in der Regel kostenlos oder sehr günstig und dauern 1–2 Werktage.
- Drittländer: Für Überweisungen außerhalb des EWR sind SWIFT/BIC-Codes, vollständige Empfängeradressen und oft auch der Verwendungszweck präzise anzugeben.
- Kosten: Gebühren können stark variieren und hängen von Bank, Überweisungsbetrag und Zielland ab. Wechselkursaufschläge sind ein wichtiger Kostenfaktor.
- Dauer: SEPA-Überweisungen sind meist innerhalb eines Tages verbucht, Überweisungen in Drittländer können 2–5 Werktage in Anspruch nehmen.
- Anbietervergleich: Neben traditionellen Banken bieten spezialisierte Dienstleister wie Wise oder Western Union oft günstigere Konditionen und schnellere Ausführungen.
Was ist eine Auslandsüberweisung und wann brauche ich sie?
Eine Auslandsüberweisung ist ein Geldtransfer von einem Konto in einem Land auf ein Konto in einem anderen Land. Sie wird notwendig, wenn Sie internationale Rechnungen begleichen, Familie oder Freunde im Ausland unterstützen oder Produkte und Dienstleistungen von internationalen Anbietern bezahlen möchten. Die Art der Überweisung und die damit verbundenen Anforderungen variieren stark, je nachdem, ob das Zielland innerhalb oder außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) liegt. Im EWR greifen die SEPA-Regeln, die europaweite Zahlungen so einfach und günstig wie Inlandsüberweisungen machen. Außerhalb des EWR kommen oft das SWIFT-System und teils komplexere Gebührenstrukturen zum Tragen.
Welche Bankdaten braucht man für eine Auslandsüberweisung?
Für eine reibungslose Auslandsüberweisung sind präzise Angaben unerlässlich. Laut der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sind die korrekten Daten entscheidend, um Verzögerungen oder Fehlüberweisungen zu vermeiden.
Sie benötigen in der Regel folgende Informationen:
- Vollständiger Name des Empfängers: Der Name muss exakt mit dem Namen auf dem Empfängerkonto übereinstimmen.
- Vollständige Adresse des Empfängers: Dies beinhaltet Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort.
- Internationale Bankkontonummer (IBAN) des Empfängers: Dies ist die eindeutige Kennung des Bankkontos.
- Bank Identifier Code (BIC) oder SWIFT-Code der Empfängerbank: Dieser Code identifiziert die Bank weltweit. Für SEPA-Überweisungen ist der BIC zwar technisch nicht immer zwingend, aber zur Sicherheit oft noch gefragt.
- Name und Adresse der Empfängerbank: Bei Überweisungen in Drittländer manchmal zusätzlich erforderlich.
- Verwendungszweck: Eine klare Angabe, wofür das Geld überwiesen wird, kann bei der Zuordnung helfen.
Es ist ratsam, alle Angaben doppelt zu prüfen, bevor Sie die Überweisung freigeben. Fehlerhafte Daten können zu Rückbuchungen führen, die zusätzliche Kosten verursachen und den Transfer erheblich verzögern.
Wie mache ich eine Auslandsüberweisung Schritt für Schritt?
Eine Auslandsüberweisung Anleitung folgt je nach Anbieter und Zielland einem ähnlichen Grundschema. Hier die allgemeinen Schritte, die Sie beachten sollten:
1. Zielland und Währung klären
Bestimmen Sie, in welches Land und in welcher Währung Sie überweisen möchten. Dies beeinflusst, ob es sich um eine SEPA-Überweisung handelt oder ob das SWIFT-System zum Einsatz kommt. Für SEPA-Überweisungen innerhalb des EWR nutzen Sie Euro. Für Drittländer kann eine Währungsumrechnung notwendig sein.
2. Benötigte Daten zusammentragen
Sammeln Sie alle oben genannten Informationen zum Empfänger und dessen Bank. Dazu gehören IBAN, BIC (SWIFT-Code), Name und Adresse des Empfängers sowie der Verwendungszweck. Für Überweisungen in Drittländer können die Anforderungen komplexer sein, wie die IHK in ihren Leitfäden für internationale Geschäfte erklärt.
3. Überweisungsmethode wählen
Sie haben verschiedene Optionen:
- Online-Banking: Die bequemste Methode für viele. Melden Sie sich bei Ihrem Online-Banking an und wählen Sie die Option für Auslandsüberweisungen.
- Filialbank: Wenn Sie persönliche Beratung wünschen oder höhere Beträge überweisen, können Sie Ihre Bankfiliale aufsuchen. Beachten Sie hier oft höhere Gebühren.
- Spezialisierte Dienstleister: Unternehmen wie Wise (ehemals TransferWise) oder Western Union bieten oft günstigere Kurse und schnellere Transfers, insbesondere für Währungen außerhalb des Euro-Raums.
4. Formular ausfüllen
Geben Sie alle gesammelten Daten sorgfältig in das Online-Formular oder auf das Papierformular ein. Achten Sie auf korrekte Schreibweisen und Zahlenfolgen. Einige Banken, wie die Commerzbank oder Sparkasse, bieten spezielle Formulare oder Freischaltungsprozesse für Auslandsüberweisungen an, die Sie im Online-Banking oder per App aktivieren müssen.
5. Gebühren und Wechselkurse prüfen
Bevor Sie die Überweisung bestätigen, prüfen Sie die anfallenden Gebühren und den angebotenen Wechselkurs. Achten Sie auf die Option «OUR», «BEN» oder «SHA», die festlegt, wer die Gebühren trägt (Absender, Empfänger oder geteilt).
6. Bestätigen und Beleg aufbewahren
Bestätigen Sie die Überweisung und bewahren Sie den Überweisungsbeleg oder die Transaktionsnummer auf. Dies ist wichtig für eventuelle Rückfragen oder Nachverfolgungen.
Was kostet eine Auslandsüberweisung und wie lange dauert sie?
Die Kosten und die Dauer einer Auslandsüberweisung sind zwei der wichtigsten Faktoren, die bei der Auswahl des Anbieters berücksichtigt werden müssen.
Kosten
Die Gebühren für eine Auslandsüberweisung variieren stark:
- SEPA-Überweisungen: Innerhalb des EWR sind Überweisungen in Euro meist kostenlos oder kosten nur wenige Cent, ähnlich einer Inlandsüberweisung. Dies ist durch die EU-Verordnung 924/2009 geregelt.
- Überweisungen in Drittländer: Hier können verschiedene Kosten anfallen:
- Bankgebühren: Ihre eigene Bank erhebt eine Gebühr für die Ausführung. Diese kann pauschal oder prozentual zum Überweisungsbetrag sein.
- Korrespondenzbankgebühren: Bei Überweisungen in exotischere Länder können zwischengeschaltete Banken (Korrespondenzbanken) ebenfalls Gebühren erheben.
- Empfängerbankgebühren: Die Bank des Empfängers kann eine Gebühr für den Empfang der Überweisung verlangen.
- Wechselkursaufschläge: Dies ist oft der größte versteckte Kostenfaktor. Banken bieten oft weniger günstige Wechselkurse an als der tatsächliche Interbankenkurs, um daran zu verdienen. Laut einer Studie der Europäischen Zentralbank (EZB) aus dem Jahr 2025 können diese Aufschläge bei traditionellen Banken bis zu 5 Prozent des Überweisungsbetrags ausmachen.
Nutzen Sie Online-Rechner und vergleichen Sie die Gesamtkosten (Gebühren plus Wechselkurs) verschiedener Anbieter, bevor Sie eine Auslandsüberweisung tätigen. Achten Sie auf transparente Darstellung aller Kostenpositionen.
Dauer
Die Dauer des Geldtransfers hängt ebenfalls stark vom Zielland und dem gewählten Dienstleister ab:
- SEPA-Überweisungen: Diese sind in der Regel innerhalb eines Werktages auf dem Empfängerkonto. Bei Überweisungen nach 14 Uhr oder am Wochenende kann es bis zu zwei Werktage dauern.
- Überweisungen in Drittländer: Hier müssen Sie mit einer Dauer von 2 bis 5 Werktagen rechnen. Faktoren wie Zeitzonenunterschiede, Bankfeiertage und die Anzahl der beteiligten Korrespondenzbanken können die Dauer beeinflussen. Spezialisierte Online-Dienstleister können hier oft schneller sein und bieten teilweise Express-Optionen an, die das Geld innerhalb weniger Stunden zustellen.
Gibt es spezielle Überlegungen für bestimmte Banken?
Ja, viele Banken haben spezifische Prozesse und Gebührenstrukturen für Auslandsüberweisungen.
| Bank | Besonderheiten Auslandsüberweisung | Kosten in Drittländer (ca.) |
|---|---|---|
| Sparkasse | Online-Banking oder Filiale. Manchmal Freischaltung im Online-Banking notwendig. Hohe Gebühren für Drittländer. | 10–30 Euro + Wechselkursaufschlag |
| Commerzbank | Umfassende Online-Optionen, auch via App. Freischaltung der Funktion kann erforderlich sein. | 8–25 Euro + Wechselkursaufschlag |
| Volksbank | Regionale Unterschiede bei Gebühren. Online-Banking und Filialservice verfügbar. | 10–35 Euro + Wechselkursaufschlag |
| ING | Fokus auf Online-Banking. Meist transparente Gebührenstruktur für Drittländer. | 5–20 Euro + Wechselkursaufschlag |
Es ist ratsam, sich direkt bei Ihrer Bank über die aktuellen Konditionen und eine eventuell notwendige Freischaltung der Auslandsüberweisungsfunktion zu informieren. Dies gilt insbesondere für die Volksbanken, die als Genossenschaftsbanken regional unterschiedliche Gebührenmodelle haben können. Bei der Sparkasse und Commerzbank gibt es oft Anleitungen im jeweiligen Online-Banking-Bereich zur Aktivierung dieser Funktion. (Lesen Sie auch: Finanzen)
Welche Alternativen gibt es für internationale Geldtransfers?
Neben den traditionellen Banken gibt es mehrere spezialisierte Dienstleister, die sich auf internationale Geldtransfers konzentrieren und oft günstigere sowie schnellere Optionen bieten.
- Wise (ehemals TransferWise): Bekannt für transparente Gebühren und den sogenannten «echten» Wechselkurs ohne versteckte Aufschläge. Wise wickelt Überweisungen über lokale Konten ab, was sie oft schneller und günstiger macht.
- Western Union: Ideal für Barabholungen im Ausland, auch ohne Bankkonto des Empfängers. Die Gebühren können höher sein, die Geschwindigkeit ist jedoch oft sehr hoch.
- PayPal: Ermöglicht schnelle internationale Zahlungen zwischen PayPal-Konten, ist aber oft mit höheren Gebühren und weniger günstigen Wechselkursen verbunden als spezialisierte Transferdienste.
- Kryptowährungen: Bieten die Möglichkeit, Geld dezentral und oft sehr schnell zu versenden. Allerdings sind sie volatil und erfordern technisches Verständnis bei Absender und Empfänger.
Die Wahl der besten Alternative hängt von Ihren spezifischen Bedürfnissen ab, insbesondere von der Dringlichkeit, dem Betrag und dem Zielland.
Häufig gestellte Fragen
Wie mache ich eine Auslandsüberweisung?
Eine Auslandsüberweisung führen Sie in der Regel über Ihr Online-Banking, per Bankfiliale oder über spezialisierte Online-Dienstleister durch. Zunächst sammeln Sie alle benötigten Daten des Empfängers (IBAN, BIC/SWIFT, Name, Adresse). Dann wählen Sie die Überweisungsmethode, geben die Daten ein, prüfen Gebühren und Wechselkurs und bestätigen die Transaktion. Der gesamte Prozess ist darauf ausgelegt, das Geld sicher und effizient an sein Ziel zu bringen, wobei die genaue Durchführung je nach Anbieter varianzieren kann.
Wie fülle ich eine Auslandsüberweisung richtig aus?
Um eine Auslandsüberweisung korrekt auszufüllen, benötigen Sie den vollständigen Namen und die Adresse des Empfängers, dessen IBAN und den BIC (SWIFT-Code) der Empfängerbank. Bei Überweisungen in Drittländer ist zudem oft der Name und die Adresse der Empfängerbank erforderlich. Ein klarer Verwendungszweck hilft bei der Zuordnung. Achten Sie auf die korrekte Groß- und Kleinschreibung sowie die genaue Zahlenfolge, um Fehler und Verzögerungen zu vermeiden.
Welche Bankdaten braucht man für eine Auslandsüberweisung?
Für eine Auslandsüberweisung sind hauptsächlich die Internationale Bankkontonummer (IBAN) des Empfängers und der Bank Identifier Code (BIC) der Empfängerbank erforderlich. Zusätzlich benötigen Sie den vollständigen Namen und die Adresse des Zahlungsempfängers sowie einen aussagekräftigen Verwendungszweck. Bei Transaktionen außerhalb des SEPA-Raums können weitere Details wie der vollständige Name und die Adresse der Empfängerbank notwendig sein, um den Geldtransfer erfolgreich abzuschließen.
Ist eine IBAN für eine Auslandsüberweisung notwendig?
Ja, die Internationale Bankkontonummer (IBAN) ist für eine Auslandsüberweisung in den meisten Fällen zwingend notwendig. Sie dient als eindeutige Kennung des Empfängerkontos und ermöglicht eine schnelle und fehlerfreie Zuordnung des Geldes. Dies gilt insbesondere für Überweisungen innerhalb des SEPA-Raums, wo die IBAN das zentrale Identifikationsmerkmal ist. Auch für Überweisungen in Drittländer ist die IBAN in der Regel erforderlich, oft in Kombination mit dem BIC/SWIFT-Code.
Was kostet eine Auslandsüberweisung in ein Drittland?
Die Kosten für eine Auslandsüberweisung in ein Drittland variieren stark. Sie setzen sich in der Regel aus einer Bankgebühr Ihrer Hausbank (oft zwischen 5 und 35 Euro), möglichen Gebühren von Korrespondenzbanken und der Empfängerbank sowie Wechselkursaufschlägen zusammen. Letztere können einen erheblichen Teil der Gesamtkosten ausmachen. Spezialisierte Online-Dienstleister wie Wise oder Western Union bieten oft günstigere Konditionen und transparentere Wechselkurse an als traditionelle Banken.
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Fazit
Die Durchführung einer Auslandsüberweisung muss nicht kompliziert sein, erfordert jedoch Sorgfalt und die Kenntnis der spezifischen Anforderungen. Eine präzise Auslandsüberweisung Anleitung hilft dabei, die nötigen Daten zusammenzutragen und den passenden Dienstleister zu wählen. Während SEPA-Überweisungen innerhalb des EWR unkompliziert und günstig sind, bedürfen Transfers in Drittländer einer genaueren Prüfung von Kosten, Dauer und Wechselkursen. Durch den Vergleich von Banken und spezialisierten Anbietern können Sie sicherstellen, dass Ihr Geld effizient und zu fairen Konditionen am Ziel ankommt.
Quellen & weiterführende Informationen: Google Unternehmensprofil