Nach einem Hantavirus-Ausbruch auf dem niederländischen Kreuzfahrtschiff «Hondius», bei dem es drei Todesfälle gab, ist nun auch ein Schweizer Staatsbürger in Zürich mit dem Hantavirus infiziert und wird im Universitätsspital behandelt. Dies wirft die Frage auf, welche hantavirus symptome auftreten können und wie man sich vor der Krankheit schützen kann.
Symbolbild: Hantavirus Symptome (Bild: Pexels)
Hantavirus: Hintergrund und Übertragung
Hantaviren sind eine Gruppe von Viren, die weltweit verbreitet sind und von Nagetieren übertragen werden. Die Viren werden über Speichel, Urin und Kot infizierter Tiere ausgeschieden. Menschen können sich infizieren, indem sie virushaltigen Staub einatmen, der beispielsweise beim Reinigen von Ställen oder Kellern aufgewirbelt wird. Auch durch den Kontakt mit kontaminierten Gegenständen oder durch Bisse infizierter Tiere ist eine Ansteckung möglich. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist hingegen nicht bekannt.
Aktuelle Entwicklung: Hantavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff und in der Schweiz
Wie die BILD berichtet, kam es auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» zu einem Hantavirus-Ausbruch, der bereits drei Todesopfer gefordert hat. Zwei erkrankte Besatzungsmitglieder und eine Kontaktperson wurden vor Kap Verde ausgeflogen. Das Schiff nimmt nun Kurs auf die Kanarischen Inseln. (Lesen Sie auch: Kreuzfahrtschiff Hantavirus: auf: Was Urlauber jetzt wissen)
Der Tages-Anzeiger meldet, dass sich unter den Passagieren des Kreuzfahrtschiffs auch ein Schweizer Bürger befand, der positiv auf das Hantavirus getestet wurde. Er wird derzeit im Universitätsspital Zürich behandelt. Nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) war der Mann zusammen mit seiner Ehefrau Ende April von einer Reise in Südamerika zurückgekehrt.
Hantavirus Symptome: Wie äußert sich die Krankheit?
Die hantavirus symptome sind vielfältig und können je nach Virustyp und individuellem Gesundheitszustand variieren. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt in der Regel zwei bis vier Wochen, kann aber auch bis zu acht Wochen dauern.
Typische hantavirus symptome sind:
Fieber
Kopfschmerzen
Muskel- und Gliederschmerzen
Übelkeit und Erbrechen
Bauchschmerzen
In schweren Fällen kann es zu Nierenfunktionsstörungen (Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom, HFRS) oder zu einem Hantavirus-induzierten Lungenödem (Hantavirus Pulmonary Syndrome, HPS) kommen. HFRS ist vor allem in Europa und Asien verbreitet, während HPS hauptsächlich in Nord- und Südamerika auftritt. (Lesen Sie auch: Hanta Virus: –Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Drei)
Die Symptome von HFRS sind:
Hohes Fieber
Starke Kopfschmerzen
Sehstörungen
Blutungen
Nierenversagen
Die Symptome von HPS sind:
Fieber
Muskelschmerzen
Husten
Atemnot
Lungenödem
Es ist wichtig, bei Verdacht auf eine Hantavirus-Infektion umgehend einen Arzt aufzusuchen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen.
Symbolbild: Hantavirus Symptome (Bild: Pexels)
Diagnose und Behandlung
Die Diagnose einer Hantavirus-Infektion erfolgt in der Regel durch den Nachweis von Antikörpern gegen das Virus im Blut. Auch der direkte Nachweis des Virus ist möglich, wird aber seltener durchgeführt. (Lesen Sie auch: Jörgerbad Wien: Sanierung zwingt traditionsreiches Bad)
Eine spezifische antivirale Therapie gegen Hantaviren gibt es nicht. Die Behandlung konzentriert sich daher auf die Linderung der Symptome und die Unterstützung der Körperfunktionen. Bei schweren Verläufen kann eine intensivmedizinische Betreuung erforderlich sein.
Prävention: Wie kann man sich vor einer Hantavirus-Infektion schützen?
Um sich vor einer Hantavirus-Infektion zu schützen, sollten folgende Maßnahmen beachtet werden:
Vermeidung von Kontakt mit Nagetieren und deren Ausscheidungen
Gründliche Reinigung von Ställen, Kellern und anderen potentiell kontaminierten Bereichen (mit feuchten Tüchern und Desinfektionsmitteln)
Tragen von Schutzkleidung (Handschuhe, Mundschutz) bei Reinigungsarbeiten
Vermeidung von Staubentwicklung
Verschließen von Löchern und Spalten in Gebäuden, um das Eindringen von Nagetieren zu verhindern
Lagerung von Lebensmitteln und Futtermitteln in verschlossenen Behältern
Die aktuellen Hantavirus-Fälle auf dem Kreuzfahrtschiff und in der Schweiz zeigen, dass die Krankheit auch in Europa weiterhin eine Rolle spielt. Durch den Klimawandel und die damit verbundene Ausbreitung von Nagetieren könnte sich das Risiko für Hantavirus-Infektionen in Zukunft erhöhen. Es ist daher wichtig, die Bevölkerung über die Krankheit und die Präventionsmaßnahmen zu informieren. (Lesen Sie auch: Jörgerbad Wien: Sanierung zwingt traditionsreiches Bad)
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Häufig gestellte Fragen zu hantavirus symptome
Häufig gestellte Fragen zu hantavirus symptome
Wie kann man sich mit dem Hantavirus infizieren?
Eine Infektion erfolgt meist durch Einatmen von virushaltigem Staub, der durch Ausscheidungen von infizierten Nagetieren (z.B. Mäusen) aufgewirbelt wird. Seltener sind Ansteckungen durch Bisse oder den Kontakt mit kontaminierten Gegenständen möglich. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt.
Welche Symptome treten bei einer Hantavirus-Infektion auf?
Die Symptome sind vielfältig und ähneln oft einer Grippe. Typische Anzeichen sind Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. In schweren Fällen kann es zu Nierenfunktionsstörungen oder einem Lungenödem kommen.
Wie lange dauert es, bis Symptome nach einer Hantavirus-Infektion auftreten?
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel zwei bis vier Wochen, kann aber auch bis zu acht Wochen dauern. Das bedeutet, dass zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome einige Zeit vergehen kann.
Wie wird eine Hantavirus-Infektion behandelt?
Es gibt keine spezifische antivirale Therapie gegen Hantaviren. Die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung der Symptome und die Unterstützung der Körperfunktionen. Bei schweren Verläufen kann eine intensivmedizinische Betreuung erforderlich sein.
Wie kann man sich vor einer Hantavirus-Infektion schützen?
Wichtig ist, den Kontakt mit Nagetieren und deren Ausscheidungen zu vermeiden. Gründliche Reinigung von potentiell kontaminierten Bereichen mit Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln ist ratsam. Zudem sollten Löcher und Spalten in Gebäuden verschlossen und Lebensmittel sicher gelagert werden.