Wem gehört Rossmann? Die kurze Antwort: mehrheitlich der Gründerfamilie selbst. Die Dirk Rossmann GmbH ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen, das laut eigenen Angaben mehrheitlich im Besitz der Familie Rossmann ist. Die restlichen 40 Prozent hält seit 2004 die Hongkonger A.S. Watson Group – der Handelsarm des Mischkonzerns CK Hutchison Holdings (bis 2015 Hutchison Whampoa). Ganz allein steht die Familie hinter Deutschlands zweitgrößter Drogeriekette also nicht.
Wem gehört Rossmann? Die Familie und der Hongkong-Anteil

- Rossmann wurde 1972 von Dirk Rossmann in Hannover gegründet – mit dem ersten Selbstbedienungs-Drogeriemarkt Deutschlands.
- Seit August 2004 hält die Hongkonger A.S. Watson Group 40 Prozent an der Dirk Rossmann GmbH, der Rest bleibt bei der Familie.
- A.S. Watson gehört zum Mischkonzern CK Hutchison Holdings mit Sitz in Hongkong.
- 2025 erwirtschaftete Rossmann konzernweit 16,6 Milliarden Euro Umsatz (plus 8,5 Prozent) mit 67.700 Mitarbeitenden (Stand: April 2026).
- Die operative Geschäftsführung liegt bei Raoul Rossmann als Sprecher der Geschäftsführung – unabhängig von der Beteiligung aus Hongkong.
Wem gehört Rossmann heute genau?
Die Eigentümerstruktur der Dirk Rossmann GmbH teilt sich in zwei Blöcke: Die Mehrheit hält weiterhin die Familie Rossmann, wie das Unternehmen selbst in seinem offiziellen Unternehmensporträt bestätigt. Die verbleibenden 40 Prozent gehören der A.S. Watson Group – eine Beteiligung, die es schon seit über 20 Jahren gibt und die am operativen Geschäft in Deutschland nichts ändert.
Wer ist A.S. Watson und was hat Hongkong mit Rossmann zu tun?
A.S. Watson ist der Einzelhandelsarm des Hongkonger Mischkonzerns CK Hutchison Holdings, der bis zu einer Konzern-Neuordnung 2015 als Hutchison Whampoa firmierte. Die damalige Hutchison Whampoa kaufte sich am 24. August 2004 mit 40 Prozent bei der deutschen Rossmann-Sparte ein, wie aus der offiziellen Pressemitteilung von CK Hutchison hervorgeht. Vorausgegangen war eine engere Zusammenarbeit: A.S. Watson hatte bereits 2002 über die Übernahme der niederländischen Kruidvat-Gruppe eine Beteiligung an den Rossmann-Filialen in Polen, Ungarn und Tschechien erworben, bevor die Option auf den deutschen Anteil gezogen wurde.
Wie hat sich Rossmann wirtschaftlich entwickelt?
Rossmann wächst seit Jahren zweistellig im Ausland und solide im Heimatmarkt: 2025 stieg der Konzernumsatz laut offizieller Geschäftsentwicklung um 8,5 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro. Allein in Deutschland setzten die 2.342 Filialen 10,5 Milliarden Euro um (plus 6,1 Prozent), während die Auslandsgesellschaften in neun weiteren Ländern mit plus 13,0 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro noch dynamischer wuchsen. Für 2026 plant der Konzern Investitionen von 613 Millionen Euro – 73 Millionen Euro mehr als im Vorjahr – und will damit 342 neue Filialen europaweit eröffnen, davon 63 in Deutschland.
| Rossmann im Steckbrief (Geschäftsjahr 2025, Stand: April 2026) | |
|---|---|
| Vollständiger Name | Dirk Rossmann GmbH |
| Gegründet | 1972 in Hannover |
| Hauptsitz | Burgwedel, Niedersachsen |
| Eigentümer | 60 % Familie Rossmann, 40 % A.S. Watson Group (CK Hutchison Holdings, Hongkong) |
| Umsatz Konzern 2025 | 16,6 Mrd. Euro (+8,5 %) |
| Umsatz Deutschland 2025 | 10,5 Mrd. Euro (+6,1 %) |
| Filialen gesamt | 5.209 (2.342 in Deutschland) |
| Mitarbeitende | 67.700 (41.300 in Deutschland) |
| Länder | Deutschland plus 9 weitere Märkte in Europa |
Quelle: Dirk Rossmann GmbH, Geschäftszahlen 2025, Stand: April 2026.
Ändert die Watson-Beteiligung etwas für Kundinnen und Kunden?
Im Alltag merkt man von der Hongkonger Beteiligung nichts: Sortiment, Preise und Filialkonzept entscheidet weiterhin die Rossmann-Geschäftsführung in Burgwedel, nicht die A.S. Watson Group. Die Beteiligung ist seit über 20 Jahren stabil und rein finanzieller Natur – anders als etwa bei GLS, wo der neue Eigentümer direkt Investitionsentscheidungen im Netzausbau trifft. Für Beschäftigte und Kundschaft bleibt Rossmann also ein deutsch geführtes Unternehmen mit Sitz in Niedersachsen, auch wenn ein Teil der Gewinne nach Hongkong fließt.
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Häufige Fragen
Ist Rossmann ein deutsches Unternehmen?
Ja. Die Dirk Rossmann GmbH hat ihren Hauptsitz in Burgwedel bei Hannover und wird von der Familie Rossmann geführt. Die 40-Prozent-Beteiligung der Hongkonger A.S. Watson Group ändert daran nichts – die operative Führung bleibt deutsch.
Wem gehört Rossmann – der Familie oder einem Konzern?
Beiden: 60 Prozent gehören der Familie Rossmann, 40 Prozent der A.S. Watson Group, die zum Hongkonger Mischkonzern CK Hutchison Holdings zählt.
Seit wann ist A.S. Watson an Rossmann beteiligt?
Seit August 2004. A.S. Watson – damals Teil von Hutchison Whampoa – erwarb die 40-Prozent-Beteiligung von der Familie De Rijcke, den früheren Eigentümern der Kruidvat-Gruppe.
Ist Rossmann größer als dm?
Beim Konzernumsatz lag Rossmann 2025 bei 16,6 Milliarden Euro. Der direkte Vergleich mit dm hängt vom jeweils aktuellen Geschäftsjahr beider Unternehmen ab, da beide regelmäßig eigene Zahlen veröffentlichen.
Wer leitet Rossmann operativ?
Die Geschäftsführung besteht aus Raoul Rossmann (Sprecher der Geschäftsführung), Michael Rybak (Filialen, Logistik, Finanzen) und Christian Metzner (IT, HR) – alle unabhängig von der A.S.-Watson-Beteiligung eingesetzt.
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Fazit
Wem gehört Rossmann? Am Ende bleibt es ein deutsches Familienunternehmen mit einem stillen Hongkonger Partner: 60 Prozent liegen bei der Familie Rossmann, 40 Prozent seit 2004 bei der A.S. Watson Group und damit bei CK Hutchison Holdings. Wer bei Rossmann einkauft, unterstützt also überwiegend ein inhabergeführtes Unternehmen – mit einer seit über 20 Jahren stabilen Minderheitsbeteiligung aus Asien im Hintergrund.
Quellen: Dirk Rossmann GmbH, Unternehmensporträt und Geschäftszahlen 2025, abgerufen am 26.09.2026 · CK Hutchison Holdings Limited, Pressemitteilung „AS Watson acquires 40% stake in German retail chain Rossmann», 24.08.2004, abgerufen am 26.09.2026.