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Zahlungsrückstand Stromrechnung: 3,8 Millionen betroffen

Offene Stromrechnung und Taschenrechner auf einem Küchentisch – Symbolbild für Zahlungsrückstand Stromrechnung

Zahlungsrückstand Stromrechnung: Fast 4 Millionen Menschen in Deutschland betroffen

Die wichtigsten Fakten
  • Rund 3,8 Millionen Menschen (4,6 % der Bevölkerung) lebten 2025 in Haushalten mit Zahlungsrückstand bei Strom- oder Gasrechnungen, meldet das Statistische Bundesamt.
  • 2024 lag der Anteil noch bei 5,0 % – ein leichter Rückgang.
  • Mieterhaushalte sind mit 5,8 % deutlich häufiger betroffen als Eigentümerhaushalte mit 3,3 %.
  • Wohnungsnebenkosten stiegen im August 2026 um 3,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat – stärker als die Verbraucherpreise insgesamt (+2,9 %).
  • Haushaltsenergie wurde im gleichen Zeitraum 0,7 % günstiger, bleibt aber seit der Energiekrise 2022 auf hohem Niveau.

Rund 3,8 Millionen Menschen in Deutschland hatten im Jahr 2025 einen Zahlungsrückstand Stromrechnung oder Gasrechnung – das entspricht 4,6 Prozent der Bevölkerung. Das geht aus der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) des Statistischen Bundesamts hervor, die als Unterstichprobe in den Mikrozensus integriert ist. Im Vergleich zu 2024, als noch 5,0 Prozent betroffen waren, ist der Anteil leicht gesunken. Für Mieterhaushalte bleibt die Lage deutlich angespannter als für Eigentümer.

Symbolbild. Quelle der Zahlen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. N063 vom 14.09.2026.

Wie viele Menschen sind in Deutschland betroffen?

3,8 Millionen Menschen hatten 2025 nach eigenen Angaben einen Zahlungsrückstand Stromrechnung oder Gasrechnung – das sind 4,6 Prozent der Bevölkerung. Die Angaben beruhen auf Selbsteinschätzungen der Haushalte im Rahmen der EU-weiten Erhebung EU-SILC und gelten als anerkanntes Maß für materielle Deprivation.

Warum sind Mieterhaushalte häufiger betroffen als Eigentümer?

Mieterhaushalte hatten 2025 mit 5,8 Prozent fast doppelt so häufig Zahlungsrückstände wie Eigentümerhaushalte mit 3,3 Prozent. Ein Grund: Mietende tragen Nebenkosten oft über separate, schwer planbare Nachzahlungen, während Eigentümer Rücklagen bilden oder Kredite umschulden können, um Engpässe abzufedern.

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Werden Strom und Gas 2026 wieder teurer?

Haushaltsenergie – also Strom, Gas, Heizöl, Fernwärme und feste Brennstoffe – war im August 2026 um 0,7 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat, so Destatis. Das Niveau bleibt aber seit der Energiekrise 2022 hoch: Die Preise für Haushaltsenergie sind damals stark gestiegen und haben sich seither nur teilweise zurückgebildet.

(Lesen Sie auch: Energiepreise Ursachen: Die wichtigsten Gründe für hohe Kosten und Wem gehört Vattenfall?)

Was zählt zu den Wohnungsnebenkosten?

Zu den Wohnungsnebenkosten zählt Destatis unter anderem Frischwasser, Müllabfuhr, Abwasserentsorgung, Gartenpflege, Grundsteuer B, Gebäudereinigung, Aufzugswartung sowie Straßen- und Bürgersteigreinigung. Diese Position verteuerte sich im August 2026 um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und damit stärker als die Verbraucherpreise insgesamt (+2,9 %).

Woher stammen die Zahlen?

Grundlage ist die europäische Gemeinschaftsstatistik EU-SILC (European Union Statistics on Income and Living Conditions), die amtliche Hauptdatenquelle zu Einkommen und Lebensbedingungen in der EU. In Deutschland läuft sie seit 2020 als Unterstichprobe im Mikrozensus; die Angaben zu Zahlungsrückständen sind Selbsteinschätzungen der befragten Haushalte.

📌 Gut zu wissen

Wer eine Strom- oder Gasrechnung absehbar nicht bezahlen kann, sollte sich sofort beim Energieversorger melden und eine Ratenzahlung vereinbaren – meldet man sich erst nach einer Mahnung, sind die Spielräume kleiner. Kostenlose Erstberatung bieten die Verbraucherzentralen. Eine unabhängige Finanzberatung in der Nähe findet sich im Verzeichnis von Wer macht Was.

Zahlungsrückstände und Preisentwicklung im Überblick

Kennzahl Wert Stand
Bevölkerung mit Zahlungsrückstand (2024) 5,0 % Destatis, 09/2026
Bevölkerung mit Zahlungsrückstand (2025) 4,6 % (3,8 Mio. Menschen) Destatis, 09/2026
Mieterhaushalte mit Zahlungsrückstand (2025) 5,8 % Destatis, 09/2026
Eigentümerhaushalte mit Zahlungsrückstand (2025) 3,3 % Destatis, 09/2026
Wohnungsnebenkosten ggü. Vorjahresmonat +3,1 % August 2026
Haushaltsenergie ggü. Vorjahresmonat −0,7 % August 2026

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet «Zahlungsrückstand bei Versorgungsbetrieben»?

Ein Zahlungsrückstand Stromrechnung oder bei einer anderen Versorgerrechnung liegt vor, wenn ein Haushalt diese nicht fristgerecht bezahlen konnte. Die Angabe beruht auf einer Selbsteinschätzung der Haushalte im Rahmen der EU-SILC-Erhebung.

Wie viele Menschen sind in Deutschland betroffen?

2025 waren es laut Destatis rund 3,8 Millionen Menschen beziehungsweise 4,6 Prozent der Bevölkerung – ein leichter Rückgang gegenüber 5,0 Prozent im Jahr 2024.

Warum sind Mieter häufiger betroffen als Eigentümer?

5,8 Prozent der Menschen in Mieterhaushalten hatten 2025 Zahlungsrückstände, gegenüber 3,3 Prozent bei Eigentümerhaushalten. Mietende haben oft weniger finanziellen Puffer für Nachzahlungen bei Nebenkosten.

Werden Energiepreise 2026 wieder steigen?

Im August 2026 war Haushaltsenergie 0,7 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Das Preisniveau bleibt aber seit der Energiekrise 2022 insgesamt hoch, wie Destatis betont.

Was kann ich tun, wenn ich meine Stromrechnung nicht bezahlen kann?

Am wichtigsten ist der frühzeitige Kontakt zum Versorger, um eine Ratenzahlung oder Stundung zu vereinbaren. Kostenlose Unterstützung bieten die Verbraucherzentralen der Bundesländer.

Woher stammen die Daten?

Sie stammen aus der EU-SILC-Erhebung (Einkommen und Lebensbedingungen), die in Deutschland seit 2020 als Unterstichprobe im Mikrozensus erfasst wird und amtliche Hauptdatenquelle der EU zu diesem Thema ist.

(Lesen Sie auch: Anbieterwechsel Vergleich: Richtig vergleichen und sparen)

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Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. N063 vom 14.09.2026 (Abruf: 15.09.2026). Hilfe bei Zahlungsschwierigkeiten: Verbraucherzentrale.de (Abruf: 15.09.2026).