Wem gehört DPD? Die kurze Antwort: den Franzosen – und letztlich dem französischen Staat. Die DPD Deutschland GmbH mit Sitz in Aschaffenburg ist Teil der Geopost, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der staatlichen französischen Groupe La Poste. Kurios daran: DPD hat urdeutsche Wurzeln. 1976 gründeten 18 deutsche Speditionen den „Deutschen Paket Dienst“ – erst ab 2001 übernahmen die Franzosen schrittweise das Ruder, seit Oktober 2016 gehört ihnen das Unternehmen komplett.
Wem gehört DPD? Die Franzosen hinter dem Paketdienst

- DPD Deutschland (Aschaffenburg) gehört zur Geopost, dem Paketkonzern der staatlichen französischen La Poste.
- Geopost bündelt neben DPD auch die Marken Chronopost (Frankreich), SEUR (Spanien) und BRT (Italien) und bezeichnet sich als größten Paketdienstleister Europas.
- Die Wurzeln sind deutsch: 1976 als „Deutscher Paket Dienst“ von 18 Speditionen gegründet; seit 2001 französisch dominiert, seit 2016 zu 100 Prozent bei Geopost.
- In Deutschland ist DPD mit 79 Depots, rund 9.500 Mitarbeitern und etwa 375 Millionen Paketen pro Jahr nach eigenen Angaben die Nummer zwei im Paketmarkt.
- Kurios: Die britische Royal Mail hielt früher gut 10 Prozent an DPD – heute gehört sie selbst samt DPD-Wettbewerber GLS einem tschechischen Investor.
Wem gehört DPD heute?
DPD gehört über zwei Stufen dem französischen Staat: Die DPD Deutschland GmbH ist Teil der Geopost, und die Geopost ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der La Poste – des staatlichen französischen Postkonzerns. Anders als etwa die DHL-Mutter ist DPD damit nicht börsennotiert: Es gibt keine frei handelbaren Aktien, keine Quartalsberichte für Anleger und keinen Streubesitz. Wer bei DPD bestellt oder versendet, hat es wirtschaftlich betrachtet mit der französischen Post zu tun.
Wer oder was ist Geopost?
Geopost – bis 2023 als DPDgroup bekannt – ist der internationale Paketarm der La Poste mit Sitz bei Paris. Unter ihrem Dach bündelt die Gruppe mehrere nationale Marken: DPD im deutschsprachigen Raum und weiten Teilen Europas, Chronopost in Frankreich, SEUR in Spanien und BRT in Italien. Zusammen versteht sich Geopost als größtes Paketdienst-Netzwerk Europas: Nach eigenen Angaben stellen europaweit 97.000 Zustellexperten täglich rund 7,5 Millionen Pakete zu, versendet wird in 230 Länder und Gebiete, unterstützt von einem weltweiten Netz aus 58.000 Pickup-Punkten.
Wie wurde aus dem Deutschen Paket Dienst ein französischer Konzern?
Die Geschichte beginnt 1976 mit einem Zusammenschluss von 18 führenden deutschen Speditionen zum „Deutschen Paket Dienst“ – daher das Kürzel DPD. 2001 stieg die La-Poste-Tochter GeoPost mit 83,32 Prozent als Mehrheitseigner ein; daneben hielten die britische Royal Mail 10,47 Prozent und die Zeitfracht-Gruppe 6,21 Prozent. Mit der Übernahme des letzten Mitgesellschafters Zeitfracht im Oktober 2016 erlangte GeoPost hundert Prozent; 2017 wurden die deutschen Gesellschaften verschmolzen und zur heutigen DPD Deutschland GmbH umfirmiert. Eine hübsche Fußnote der Paketgeschichte: Ex-Anteilseigner Royal Mail gehört heute selbst – gemeinsam mit dem DPD-Wettbewerber GLS – dem tschechischen Investor Daniel Křetínský. Die ganze Geschichte dazu liest du in Wem gehört GLS?
Was bedeutet das für DPD-Kunden?
Im Alltag wenig – und das ist die gute Nachricht: DPD Deutschland arbeitet operativ eigenständig aus Aschaffenburg, mit 79 Depots, rund 9.500 Mitarbeitern, 11.000 Zustellern und etwa 375 Millionen Paketen pro Jahr nach eigenen Angaben die Nummer zwei im deutschen Paketmarkt. Der Staatskonzern im Rücken sorgt eher für Stabilität und Investitionskraft, etwa beim Ausbau des Abholnetzes: Gemeinsam mit GLS baut DPD ein Partnernetz auf, das bis 2027 auf rund 20.000 Außer-Haus-Punkte in Deutschland wachsen soll. Wie du deine Sendung im Blick behältst, zeigt dir die DPD Sendungsverfolgung mit Live-Tracking; welche Zustelloptionen du steuern kannst, erklärt DPD Paket umleiten.
| DPD im Steckbrief | |
|---|---|
| Vollständiger Name | DPD Deutschland GmbH |
| Hauptsitz | Aschaffenburg, Bayern |
| Gegründet | 1976 (als „Deutscher Paket Dienst“ von 18 Speditionen) |
| Eigentümer | Geopost – 100-Prozent-Tochter der staatlichen französischen Groupe La Poste |
| Börsennotiert | Nein |
| Deutschland-Zahlen | 79 Depots, rund 9.500 Mitarbeiter, ca. 375 Mio. Pakete pro Jahr |
| Schwester-Marken | Chronopost (FR), SEUR (ES), BRT (IT) |
(Auch interessant: Wem gehört GLS? Der Tscheche hinter dem Paketdienst und Wem gehört 50Hertz? Belgier, Bund und die China-Abwehr)
Häufig gestellte Fragen
Ist DPD ein deutsches Unternehmen?
Operativ ja, wirtschaftlich nein: DPD Deutschland sitzt in Aschaffenburg und wurde 1976 von deutschen Speditionen gegründet, gehört heute aber vollständig zur französischen Geopost und damit zur staatlichen La Poste.
Gehört DPD zu DHL oder GLS?
Nein. DHL gehört zur deutschen DHL Group, GLS über die IDS-Holding zur EP Group des Investors Daniel Křetínský. Mit GLS verbindet DPD lediglich das gemeinsame Partnernetz aus Paketshops und Abholstationen in Deutschland.
Ist DPD börsennotiert?
Nein. Weder DPD Deutschland noch die Geopost sind an der Börse gelistet – die Anteile liegen vollständig bei der La Poste, die sich ihrerseits im französischen Staatsbesitz befindet.
Wem gehörte DPD früher?
Zunächst den 18 Gründungs-Speditionen. Ab 2001 hielt die La-Poste-Tochter GeoPost 83,32 Prozent, die britische Royal Mail 10,47 Prozent und die Zeitfracht-Gruppe 6,21 Prozent. Seit der Zeitfracht-Übernahme im Oktober 2016 liegt alles bei GeoPost.
Wer ist der Endeigentümer von DPD?
Am Ende der Kette steht der französische Staat: DPD gehört der Geopost, die Geopost der Groupe La Poste – und die ist ein staatliches französisches Unternehmen.
Trage deine Firma kostenlos ein
Mehr Sichtbarkeit, mehr Anfragen – ohne Aufwand und ohne Kosten. In wenigen Minuten eingetragen und von Kunden gefunden.
Fazit
Wem gehört DPD? Ein Unternehmen mit deutschem Gründungsmythos, bayerischer Zentrale und französischem Staatskonzern im Rücken: Über die Geopost gehört der Paketdienst komplett der La Poste. Für Kunden ist das eher Vorteil als Fußnote – ein Eigentümer mit langem Atem, der in Depots, Live-Tracking und das wachsende Abholnetz investiert, statt auf den nächsten Quartalsbericht zu schielen.